Keine Einladung zum Murmeln spielen

Nachdem Dirk Harder, parteiloser OB-Kandidat der Linken zu einem Runden Tisch wegen des geplanten Wohnungsverkaufs der Genossenschaft „Karl Marx“ eingeladen hatte, melden sich nun nach und nach auch weitere Kandidierende zu Wort. Über den Inhalt mancher Wortmeldung zeigt sich Harder verwundert:

„Runde Tische sind hier in Potsdam und Brandenburg durchaus ein bewährtes Mittel zur sachorientierten Lösung von Problemen auf Augenhöhe. Viele Menschen verbinden damit durchaus gute Erfahrungen. Zu einem runden Tisch laden wir ja nicht ein, um gemeinsam Murmeln zu spielen – sondern um mit den Betroffenen Lösungen zu entwickeln. Genau die sitzen nämlich dabei mit am Tisch. Anders als in bestehenden Gremien. Aber natürlich bin ich mit den Stadtspuren, mit den Genossenschaften und auch der Pro Potsdam bereits im guten Austausch – denn mit all diesen Akteuren arbeite ich in den unterschiedlichsten Zusammenhängen z.T. seit Jahrzehnten zusammen. Insofern benötige ich keine Aufklärung über die Strukturen in meiner Heimatstadt.

Ein „Forum Wärmewende“ kann durchaus sinnvoll sein – auch wenn Verwaltung, Stadtwerke und Stadtspuren dies in den vergangenen Monaten ja bereits auf den Weg gebracht haben. Hier aber geht es nicht um Bauerleichterungen für Haus und Grund, sondern ganz konkret um den Schutz der betroffenen Mieterinnen und Mieter und darum, Wege zu finden, wie deren Verbleib in ihren Wohnungen gesichert werden kann. Dieses Problem lässt sich durch schnelleren Neubau nicht lösen.
Ich bleibe dran und stehe weiter an der Seite der Mieter:innen.“